Montag, 13. Juli 2026

Solo zum Furkapass

Campingplatz mit Dusche, viele Nachbarn und den gebuchten Stellplatz ganz alleine - das war die Nacht. Wayne hat sich wohl endgültig verabschiedet, d.h. weiter geht's nun in altgewohnter Zusammensetzung mit der Lisl, meinem Zelt und natürlich Kurti, meinem Navigator. Neuer Tag, neues Glück!
Aufgestanden wird in Ruhe inklusive der Morgengymnastik. Allerdings habe ich noch nichts gegen den Schwindel unternommen, da mir nach diesen Übungen noch viel schwindliger ist und das möchte ich gerne vermeiden. Um 10 Uhr sind wir bei 32 Grad abfahrbereit. Eine Platznachbarin spricht mich bewundernd an und bestaunt die bepackte Lisl. Sie möchte gerne meinem Blog folgen.

Wir folgen vorerst der ursprünglich geplanten Route. Ich werde sie vermutlich anpassen, denn mein französisch-norwegischer Freund in Nizza möchte vermutlich gerade keinen Besuch empfangen und alleine durch die Alpen reizt mich gerade nicht so sehr. Vielleicht kürze ich ein Stück ab - mal sehen. Unser heutiges Ziel ist der Furkapass. Die Temperaturen bewegen sich konstant zwischen 32 und 34 Grad - gegen diese Hitze ist kein Kraut gewachsen. Kurti findet kleine und kleinste Sträßchen, die leider oft gesperrt sind. Ich glaube, wir müssen uns noch ein wenig zusammenraufen. Manchmal führen Kurtis Vorschläge ein bisschen höher hinauf, da wird's dann etwas kühler. Meist zockeln wir jedoch in der Schlange an den großen Seen mit wunderbaren Ausblicken vorbei (Walensee, Ägerisee, Vierwaldstättersee).

Es herrscht viel Verkehr in diesen dicht besiedelten Tälern. Immer wieder führen die Straßen zur Autobahn, die ich unbedingt vermeiden möchte. Dennoch werden wir einmal auf dem Weg zum Großglockner in einem Tunnel auf der Autobahn gefangen. Todesmutig warte ich bei einer Nothaltebucht eine Lücke ab und die Lisl wendet ganz schnell. 

Kurven- und Serpentinenreiche Straßen führen nun "zu den Pässen", allerdings nach wie vor in dichtem Verkehr. Die Lisl funktioniert sicher und zuverlässig, mein Hirn leider nicht. Ich bin müde und erschöpft; an einem Brunnen kann ich nicht einmal mehr absteigen, da ich Angst habe, die Lisl dabei fallen zu lassen. Um 17 Uhr etwa haben wir den Furkapass erklommen - hier gibt es einen großen Parkplatz, der mit WoMos besetzt ist. Auch für und findet sich da am Rand noch ein Plätzchen, wobei ich jedoch vorziehe, das Zelt ein paar Meter weiter auf der Bergwiese aufzustellen. Scheint niemanden zu stören. Und schon tröpfelt es! Etwas später zieht ein kleines Gewitter durch und kühlt die Luft noch ein bisschen mehr ab.


Und hier die Strecke: