Sonntag, 12. Juli 2026

Teambildung? Wohl leider nicht.

Gestern war es mir leider nicht möglich, mein Tagebuch zu führen - verschiedene Gründe. Heute gibt es keinen Pausentag, aber wir haben vereinbart, daß ich mich komplett aus der Navigation heraushalte - ich lasse Wayne seinen Willen und seine Entscheidungen. Leider kenne ich sein Ziel und seinen Plan nicht genau - ich weiß nur, daß er ein wenig Ruhe braucht und ein paar Dinge an seinem Motorrad wieder richten muss. Wir haben uns vorgenommen, ein Team zu werden...ob das gelingt? 2 Dickköpfe! Es kriselt bereits jetzt, ob wir die Tour gemeinsam beenden werden.

Zuerst tingeln wir entlang winziger Sträßchen durch Feld und Wald, eine kleine Schottereinlage inklusive. Die Aussicht auf die Berge ist manchmal wirklich supertoll, eben so, wie man sich die Schweiz auch vorstellt. Bald jedoch möchte uns Kurti auf verbotene Pfade führen und die Pfadfindung, ohne auf die Autobahn zu geraten, wird schwierig. 

Wir bewegen uns im Tal, was bedeutet, daß es heiß ist. Wir sind beide erschöpft und etwas gereizt. Von entspanntem Fahren und genießen sind wir ein Stück entfernt. Endlich machen wir eine Trinkpause - zum Glück ist genau hier ein Supermarkt, der heute geöffnet ist. Dort gibt es natürlich auch kalte Getränke. Meine Batterien sind damit von 2% wieder auf 20% geladen. Wayne hat Schwierigkeiten, einen netten Platz für Übernachtungen zu finden, darum entscheidet er sich für einen Campingplatz in Bad Ragaz - unsere Tour beträgt noch nicht mal 80 km. Egal. Wenn Pause sein muss, dann muss es...

Ein dicht gefüllter Aquapark empfängt uns, direkt angegliedert an den Campingplatz. Auch der scheint eng an eng zu sein - nicht mein Ding. Aber für Wayne würde ich bleiben. Er schlägt vor, daß ich stattdessen ein Cafè in der Nähe suche, was ich auch sehr schnell finde. Dummerweise bucht sich Wayne schon ein und fällt mit seinem Moped kraftlos um. Er kommt dann zu Fuß zum Cafè. Weitere Pläne? Leider finder ich über keine mir verfügbaren Plattformen einen geeigneten Platz, wo wir vielleicht ein bisschen bleiben könnten, muss also wohl den Platz mit ihm teilen, denn er wird heute das Motorrad nicht mehr bewegen. Eigentlich kein Problem - ich werde das diesmal aushalten. Auf dem Platz herrschen angeblich Parkregeln, so daß ich die Lisl an einem entfernten Platz parken müsste. Das möchte ich aber ungern und fange erstmal an, abzupacken. Dann würde ich nochmal nachfragen, denn der Rezeptionist hat mir nichts dergleichen gesagt. Die Sache eskaliert leider, Wayne möchte mich nicht mehr hier haben und rennt erstmal wütend mit Moss davon. Vielleicht beruhigt er sich ja?

Inzwischen kommt ein Aufpasser hier vorbei, den ich bezüglich der Parkregeln frage: wenn wir trotz Motorrädern nicht mehr Platz brauchen als vorgesehen, dann dürfen die Bikes stehen bleiben. Unsere Nachbarn haben einen großen Abstand zu uns, also jede Menge Platz! Das interessiert Wayne jedoch in keinster Weise, er hat sich nicht beruhigt und plötzlich bin ich verantwortlich für seinen Frust. Den darf er jedoch gerne alleine verarbeiten, ciao! Und weg ist er...

Hier ist die kurze Strecke:

Samstag, 11. Juli 2026

Verloren gegangen

Hier oben auf der Höhe, auf einem Haufen Sägemehl und einer frischen Brise, war die Nacht angenehm. Wir wollen die Morgenkühle ausnutzen und sind darum bereits kurz nach 8 unterwegs. Zum aufwachen groben Schotter, dann leichten Schotter, dann sind wir wieder im Kurvenparadies.
Altersschwäche? Einer meiner Packsäcke (vermutlich ca. 30 Jahre alt), beginnt an einer Naht nachzugeben. Den muss ich heute Abend reparieren. Auch ein Gummispanner löst sich langsam in Wohlgefallen auf.

Wir wollen über den Feldberg zum Rheinfall. Weiteres ist noch nicht geplant. Wayne darf wieder navigieren - laut meinem Navi verpaßt er eine Abzweigung und ich beschließe, hier auf ihn zu warten. Die Wartezeit wird lange, meine Nachricht nicht beantwortet. Nach über einer Stunde finden wir telefonisch zusammen - Treffpunkt am Feldberg. Dort gibt's dann längere Diskussionen, wie das passieren konnte, welche Navi-App dafür verantwortlich ist, und wie wir solche Verluste in Zukunft verhindern können. Es wird unschön und wir fahren getrennt zum Rheinfall, wo wir uns wieder treffen. Manchmal braucht man wohl ein bisschen Abstand.

Der Rheinfall ist zwar kein Vergleich mit norwegischen Wasserfällen, aber trotzdem sehr imposant. Insbesondere, wenn man mit einem Touristenbootchen bis hinein fahren kann!


Die Routenplanung weicht ab jetzt von der ursprünglichen Planung ab, denn Wayne möchte gerne den Berg "Schäfler" besuchen. Was ich nicht wusste - er möchte ihn auch gerne besteigen. Er sucht einen anderen Übernachtungsplatz als geplant aus, denn er setzt auf einen Gasthof dort, mit hoffentlich Dusche. Unsere Trinkpause findet sehr spät am Nachmittag statt, die Wirtin erzählt mir einiges über unsere anvisierten Schlafplätze, aber nichts wirklich hilfreiches. Leider stellen sich die Campingmöglichkeiten als nicht besonders attraktiv heraus, trotzdem stelle ich mich dann auf einen Pausentag ein. Am Restaurant gibt es einen Brunnen mit frischem Wasser und der Möglichkeit, seine Füße zu kühlen.  


Und hier die Strecke:

Freitag, 10. Juli 2026

Vogesen - Elsaß - Rheintal - Schwarzwald

Heute ist es wieder schwierig - ich meine, das Blogschreiben. Wir haben Wein getrunken, was ich absolut nicht gewöhnt bin. Mein Audiorekorder, den ich tagsüber mit Erlebnissen füttere, ist abgestürzt und hat nichts gespeichert. Warum? Es war sooooo heiß (37 Grad), dass alle Handies ausgefallen sind, sie haben sich einfach abgeschaltet...

Ich versuch's trotzdem:

Kurz nach 6 Uhr hat mich die Blase geweckt - als ich mich wieder hinlegen wollte, hat schon Wayne gerufen, ob er mir den Kaffee ans Bett bringen soll? Oh gern! Es war so angenehm warm heute Nacht, daß ich nur das Innenzelt aufgestellt habe, darum muss ich auch nicht viel einpacken. Bereits um halb neun sind wir on the road.

"Dabo'" ist unser erster Anlaufpunkt. Eigentlich hat Christof uns die Strecke empfohlen, weil sie schön kurvig ist, aber Wayne findet natürlich auch die Burg sehr spannend. Leider noch geschlossen so früh am Morgen. Dafür gibt's einen Wasserhahn, um meinen Kanister aufzufüllen. Schon jetzt wird es wärmer und wärmer. Die Strecke ist hübsch, nicht spektakulär. Meine Schwindelei ist auf gleichem Niveau wie gestern morgen, also muss die Lisl wieder übernehmen. Gemütlich trödelt sie hinter Wayne und Moss her und trägt mich sicher durch alle Kurven. 

Dann geht's Richtung Straßburg. Am liebsten würde ich Städte ja im großen Bogen umfahren, aber Wayne liebt Gebäude, Architektur, Schlösser, Kathedralen usw. und ich habe versprochen, von ihm zu lernen. Um die Mittagszeit sind wir im Stadtzentrum angekommen - es herrschen ca. 32 Grad und wir stöhnen. Dennoch marschieren wir tapfer zum Münster, denn Wayne kann es nicht lassen - er muss die 327 Stufen auf den Turm steigen! Der spinnt! Moss und ich warten im Schatten und statten dem Springbrunnen nebenan einen kleinen Besuch ab. Noch ein Kurzbesuch in der Kirche (ohne mich...). Gemeinsam probieren wir anschließend natürlich elsäßischen Flammkuchen und wagen uns dann an die Weiterfahrt. Keines unserer Handies navigiert jetzt überhaupt oder gar richtig - zu heiß. Meines schaltet sogar komplett ab. Dennoch scheinen wir zwar den richtigen Weg zu finden, aber nur mit roter Welle, stop-and-go-Verkehr, kochenden Motoren und schmelzendem Asphalt. An der Rheinbrücke verschlimmert massive Polizeikontrolle die Situation noch. Es ist echt schrecklich. 

Nachdem wir Kehl hinter uns gelassen haben, können wir zwar zügiger fahren, was uns etwas Fahrtwind beschert, dafür herrschen jetzt 37 stickige Hitzegrade! Kein Spaß! Wir sind alle gereizt und überhitzt. Endlich wieder eine typisch deutsche Umleitung, eine, die uns nur hereinlegt! Sperre - frei bis zu irgendeinem Hof. Wir entscheiden, trotzdem reinzufahren  - die Bikes passen ja oft mal trotzdem durch und es ist bereits Wochenende. Passt! Zwei Barrieren im Abstand von 50 m und dazwischen nichts!
Es dauert unendlich lange, bis wir endlich im Schwarzwald etwas Schatten und Höhenluft bekommen. Hoffentlich bringen die nächsten Kurven etwas Kühle? Wayne entscheidet extrem kurzfristig, wir müssten in einen Supermarkt, um Moss etwas abzukühlen. Auf dem Weg dahin springt ihm aber ein Brunnen in den Weg, in welchen er kurzerhand den Hund hineinsetzt. Gut - dann gibt's eben hier erstmal eine Pause - mit Eis! Und dann erst geht's zum Einkaufen. Vor dem Ausgang bekommen wir dann von einem Mann noch eine Einladung zur Übernachtung in seiner Wohnung, die ich aber dankend ablehne. Er ist etwas seltsam.

Letztendlich biegen wir bald zwischen all den engen Kurven in einen Waldweg Richtung Windräder ein. Die Plätze unter den Türmen sind oft staubig, bieten nicht die erhoffte Aussicht und selten Schatten. Mein Navigator, Cptn Kelly, leitet uns weiter und weiter, die Wege werden schwieriger und schwieriger zu befahren, der Schotter tiefer und tiefer. Irgendwann lassen Lisl und ich ihn einfach weiter erkunden. Schließlich "spielt" er ja nur mit seinem Bike - seine Beine sind 10 cm länger als meine und sein Sattel liegt 20 cm tiefer. Kein Wunder, er kann die Fuhre so leicht in Balance halten. Ich komme ja nur mit den Fußspitzen meiner wackeligen Beine auf den Boden. Kein Risiko! Und was ist? Nach langer, langer Zeit kommt Moss dahergetrabt, sein Herrchen verschwitzt im Schlepptau. Sein Bike steht inzwischen wieder, das abgepackte Gepäck holen wir zu Fuß und dann gibt es tausend Entschuldigungen, wie und warum das geschehen ist. Dummer, großer Junge!

Immerhin haben rasten wir direkt dort, wo die Lisl parkt - da gibt es Aussicht und weiche Sägemehlhäufen. Der Abend klingt bei würzigem Salat, Wein und einem englischen Chat aus.


Und hier die Strecke:

Donnerstag, 9. Juli 2026

Prinzessin von Lutzelbourg

Zum Glück bin ich schon früh wach, denn ich möchte ab 8 Uhr einen Termin beim Arzt vereinbaren. Schlechter Start! Abgesehen von ziemlich starkem Schwindel sind die Telefone nicht ab Praxisöffnung (8 Uhr), sondern erst später oder gar nicht besetzt! Auch später bekomme ich nur eine Dame an's Telefon, die hundertmal wiederholt, daß sie keinen Termin freihätten. Die Anrufbeantworter bieten mir den "ärztlichen Notdienst" an, der mir nach unendlich langen Gesprächen mit wiederholt den gleichen Fragen erklärt, daß er nicht zuständig ist. Ich bin wütend! Zum Glück kommt da Josh zum "hallo" sagen vorbei. Josh ist quasi Familienmitglied, aber die Verhältnisse sind für hier und heute zu kompliziert - ha ha. Er empfiehlt mir eine HNO-Praxis in Zweibrücken, ca. 1/2 h nach Norden, statt Süden. Na gut, versuchen wir es: die Sprechstundenhilfe läßt mich zwar so lange warten, daß ich bereits mit Selbstgesprächen beginne, dafür ist sie danach aber sehr freundlich und schiebt mich tatsächlich dazwischen! 

Unser Aufbruch um 9 Uhr geht zügig, von Christof haben wir uns schon vorher verabschiedet. Die Praxis findet Tante Google problemlos und während ich geduldig auf meine Behandlung warte, sucht sich Wayne einen Frühstücksplatz. Eine junge, nette aber sehr resolute Ärztin macht ein paar kurze Tests, dann muss ich nochmal warten, bis die Liege frei wird. Dort gibt es weitere Tests und das Resultat. Die Fakten: "Sie haben einen Lagerungsschwindel" ist die kurze, bestimmte Auskunft. Ok. Und nun? Die schlechte Nachricht: "Sie werden damit leben müssen. Pillen oder Tropfen dagegen gibt es nicht." Die gute Nachricht: "Es gibt eine Übung, die möglicherweise die Ursache beheben kann." Wie oft und wie lange ich üben muss ist unklar, ebenso ob der Schwindel jemals ganz weg sein wird. 
Als ich die Praxis verlasse eiere ich schrecklich, es ist sengend heiß, aber ich beschließe, die Lisl den Fortbewegungsjob machen zu lassen. Ein Stück fahren wir voraus, denn Kurt kennt die abgeänderte Strecke. 

Als wir auf unserer geplanten Strecke ankommen, übernehmen Wayne und Moss wieder die Führung. Durch den Naturpark "nördliche Vogesen" schlängeln wir uns auf wunderbaren, kleinsten und mittelmäßig kurvigen Sträßchen dahin. Zum Glück verläuft die Strecke oft im Wald, wo es etwas kühler ist. Wayne ist für die Sehenswürdigkeiten verantwortlich und führt uns zum Chateau La Petit-Pierre. Das Schloß und das angrenzende Dorf kann man besichtigen, aber die Räume werden privat bzw. wirtschaftlich genutzt. Eine gute Idee, finde ich. Auf diese Weise bleiben die Gebäude in Schuss. Bis wir uns für einen Drink entschieden haben, ist es leider zu spät und die Wirtschaften schließen gerade. Ein Stück den Berg hinunter in die moderne Ortschaft gibt es ein Hotel mit Straßencafe - dort werden gerade Straße und Kirchplatz frisch gepflastert und abgerüttelt. Ein höllischer Lärm! Nach einem schnellen Getränk eilen wir zu den Maschinen und brechen um 15:30 Uhr wieder auf.

Die Planung war, die Straßburger Innenstadt zu durchstreifen und dann in Kehl zu übernachten. Aber noch bevor wir die nächste geplante Burg erreichen, entdecken Waynes Adleraugen die Burg Lutzelbourg, die ihn magisch anzieht. Es ist heiß! Heißer (32 Grad)! Die Ruine ist unterschiedlich gut erhalten, interessant. Das gesamte Gelände ist grasbewachsen, es gibt 2 Sitzgarnituren - eigentlich ein schöner Platz zum bleiben?  Wir haben ja noch nicht mal die Hälfte der heutigen Planung hinter uns...aber wenn man so lange rumtrödelt wie wir, dann ist es eben jetzt schon Zeit, sich hier einzurichten.


Wir warten, bis die letzten Gäste verschwunden sind und entern die Burg dann mit den Motorrädern. Lisl macht sich neben einer der Sitzgarnituren breit, während Waynes TTabs sich hinter altem Gemäuer unter einem Tarnnetz versteckt. Im Schatten weht ein kühles Lüftchen, sehr angenehm. Wir werden hier bleiben, es ist ein herrlicher Platz! Allerdings denken das noch viel mehr Besucher, die hier nur kurz vorbeischauen oder auch picknicken. Keiner jedoch beschwert sich über unsere Zweiräder.

Später am Abend haben wir dann das ganze Schloss für uns alleine - ich bin jetzt wohl die Prinzessin von Lutzelbourg!



Und hier die Strecke:

Mittwoch, 8. Juli 2026

Schwindelei (schon wieder!)

Ich mach heut gar nichts! Mir geht's nicht besonders, mir ist beim Aufstehen und nach einem Nickerchen sehr schwindelig. Ich werde einen Arzt aufsuchen müssen. Ich teste nur kurz, ob die Lisl morgen auch anspringen wird - ich meine, ob die Batterie noch stark genug ist nach der langen Pause. Moss gefällt das gar nicht, er mag wohl Lisls lautes Geknatter nicht. Laut bellend umrundet er sie, bis ich den Motor wieder abstelle.

Christof sorgt dafür, daß Wayne einen neuen Vorderreifen auf sein Moped bekommt und dann darf  Wayne den Rest machen. D.h. Vorderrad und Bremsbeläge einbauen. Dauert ein Weilchen, scheint aber geklappt zu haben.

Dienstag, 7. Juli 2026

Zwangspause

Montag (6.Juli): Heute gibt es eigentlich nichts zu tun - ein Tag Pause!!!! Christof hat Reifen bestellt, leider kommt Waynes erst am Mittwoch, d.h. wir haben eine Zwangspause. Mal sehen, was daraus wird. Aber wir sind ja zeitlos - eine ziemlich neue Erfahrung für mich. Na gut, am Vormittag fahren wir mit dem von Christof geliehenen Auto nach Saarbrücken, um neue Bremsbeläge für Waynes Vorderradbremse und  Ersatzschrauben zu kaufen. Die Schrauben sind bei der Demontage kaputt gegangen - passiert eben manchmal. Danach - Ruhe - nix tun! Abends hat uns Thomas zum Abendessen eingeladen. Er wohnt mit Frau Helga ein wenig oberhalb am Berg und tischt uns ein 5-Gänge-Menü auf. Wow! Geht's uns heut gut!


Dienstag (7. Juli): Noch ein Ruhetag. Zuerst wollte Wayne seine Vorderradbremsen zusammenbauen, aber dann haben wir umentschieden. In der Nähe gibt es römische Ausgrabungen zu erforschen. Mir erscheint der Weg zu Fuß in der Hitze allerdings ziemlich weit - darum frage ich unsere Gastgeber, ob wir uns auch ihre Fahrräder ausleihen dürfen (immerhin supertolle E-Bikes!). Ja, dürfen wir. Das war eine gute Idee, denn zu Fuß hätte ich das nie geschafft - es sind immerhin ca. 22 km! Armer Moss (der Hund), er muss in der sengenden Hitze meist an der Leine nebenher laufen. Natürlich gibt es ein paar Trinkpausen im Schatten, aber die Besichtigung der gesamten römischen Stadt ist doch sehr ermüdend. In der Mittagspause gibt es noch ein paar organisatorische Dinge bei unserem Haus in Königsberg zu tun - die Arbeit geht nie aus.






Fahrradtour

Sonntag, 5. Juli 2026

Ruhe- oder Schraubertag?

Schon morgens fühlt sich alles falsch an. Unsicher auf den Beinen, energielos, Kopfschmerzen, Bauchkrämpfe. Aber für heute war reparieren angesagt. Also bringt Wayne sein Bike zum Haus und fängt mit Christof an, die diversen Stellen zu bearbeiten. Damit ich an Lisls Hinterradbremse was machen kann, muss sie auf den Hauptständer, draußen auf der Asphaltstraße. Tja, wie das so ist, die letzten Zentimeter kippt sie, ich kann sie mit meinen tappigen Beinen nicht halten und sie liegt flach. Die Männer hören nichts, also muss ich sie diesmal alleine aufstellen. Auch ohne Kraft zu haben - es hilft ja nix. Irgendwie (hokus pokus) steht sie dann doch richtig und ich wurschtel ein bisschen daran herum. Ob's viel gebracht hat glaube ich eher nicht - die Zukunft wird es zeigen. Den Handyhalter wollte ich gummilagern, aber dann zittert er noch mehr - keine guten Idee. Also verbringe ich den Tag ruhend (schlafen geht nicht) auf der Wiese. Ich bin echt Matsch!

Christof und Wayne machen eine Probefahrt, nachdem die Hinterradbremse gerichtet ist - alles gut! Die vordere Bremse und der Reifen müssen allerdings auch noch erneuert werden. Bei der Bremsenzerlegung nach dem Abendessen helfe ich ein wenig, denn Christoff muss in den Stall. Erst morgen können wir Teile kaufen gehen - wie, wissen wir noch nicht. Es wird also sicher noch ein weiterer Pausentag nötig sein, denn auch Wayne ist jetzt ziemlich schlapp.