Ganz schön frisch geworden heute Nacht - 8 Grad. Laut Wetterbericht wird es nicht viel wärmer und außerdem wird Regen in Aussicht gestellt. Also gilt heute: lange Unterhose, Daunenjacke statt Pullover, Motorrad- mit Regenjacke. Das bewährt sich bis auf Weiteres ganz gut. Eine nasse Fahrbahn beweist, dass es in weiterer Umgebung gut geregnet haben muss. Wir treiben uns auf gut 900 bis 1000 m Höhe herum, weit und breit kein Schnee mehr zu sehen. Kahle Felsbrocken, Moos, Sumpf, moorige Tümpel bieten das krasse Kontrastprogramm zur gestrigen Fjordfahrt. Manche der Riesen-Steine liegen hoch oben auf der Bergkante oder ruhen sogar auf einigen kleineren Steinchen. Im Gegenlicht sieht das spannend aus! Entlang der Unterkante eines großen Stausees warnen eine Menge Hinweistafeln auf "sich ohne Vorwarnung öffnende Luken". Ob die Touristen das wohl immer ernst nehmen?
Relativ früh fange ich an, geeignete Übernachtungsmöglichkeiten auszuspähen. Erfolglos. Moor, Mücken, privat, steile Ufer, keine Abzweigungen oder Parkplätze. Schließlich beschließe ich, im nächsten Skigebiet (angeblich geschlossen), den Parkplatz zu nutzen. Das Gebiet ist wieder gespickt mit Hütten und Häusern. Auch ein paar Firmen sind dort ansässig, also nix mit "verlassen". Der große Parkplatz ist kostenpflichtig, aber gegenüber steht ein im Sommer geschlossenes Restaurant. Ich mag nicht mehr weiterfahren - was Besseres ist sowieso nicht zu erwarten. Also verstecken wir uns hinter dem Gebäude. Ein echtes Versteck ist es nicht, da es von 3 Seiten einsehbar ist, aber wer fährt schon Slalom hinter das Gebäude, um uns zu verjagen? Schilder behaupten, das Restaurant wäre 24-h-Kameraüberwacht. Etwas unruhig überlege ich, trödle mit dem Zeltaufbau, richte es dann aber doch auf, denn der nächste Regen droht. Er belässt es vorerst bei der Drohung und auch sonst taucht niemand ärgerliches auf.








