Gegen Abend und in der Nacht hat sich der Rastplatz gefüllt. Bis hinter unsere Hecke ist jedoch niemand vorgedrungen. Außer Wohnmobil bzw. Wohnwagen stehen da nun 3 LKW, 2 davon mit Kühlanhänger. Und die werden etwa alle viertel Stunden gekühlt - das bedeutet, daß ein Dieselaggregat anspringt und ewig lange Krawall macht. Irgendwann bin ich dabei wohl doch eingeschlafen und habe richtig tief geschlafen bis 6 Uhr morgens. Dann war's aus. Macht aber nix, denn ich will heute noch bis nach Hause kommen - gut 200 km. Ohne Frühstück schnell zusammenpacken, dann sind wir bereits vor 8 Uhr on the road!
Oh Schreck, oh Schreck - das Handy ist weg!!! Nach 20 km stelle ich fest, daß mein Fotohandy (das neue, schweineteure Smartphone) nicht in der Jackentasche ist, wo es sein sollte. Es hängt auch nicht (mehr) am Ladekabel! Wo kann es nur sein? Nachdenken. Beim packen habe ich es hinten auf das Gepäck gelegt - wenn das stimmt, dann ist es jetzt garantiert weg!!! Sch...............!!!!!!!!!!! Direkt beim Aufbruch verloren? Dann muß ich zurück fahren. Unterwegs runtergefallen? Dann werde ich es sicher nicht mehr finden. Mitten auf der Straße halten wir an, ich steige ab und durchsuche das Gepäck. Da ist es!!!!!!!! Es liegt noch genau dort, wo ich es abgelegt habe - ein Wunder! Puh!
Die Wolken hängen sehr tief, aber es regnet nicht. So früh am Samstag morgen haben wir die Straße für uns alleine. Bald aber kommen wir an eine Baustelle - mit oder im Tunnel. Anhalten. Wir sollen auf das "Ledebil" (=Follow me) warten. Kurti hat aber sowieso eine Alternativroute für uns: 30 m hinter der Sperre zweigt eine alte Straße ab, die genau um den Tunnel herumführt. Ok, wir dürfen dahin; und wir enden genau 30 m vor der Absperrung auf der anderen Seite. Der junge Verkehrsregler dort grinst. Die weitere Fahrt bis zur Fähre in Bognes verläuft ereignislos, leider erscheint auch keine passende Kaffee-Tankstelle. Na gut, dann sind wir eben eine halbe Stunde vor Abfahrt bereits am Fährkai, wo uns ein Däne mit Wohnmobil in ein Benzingespräch verwickelt und natürlich wieder ein Foto von der tapferen Lisl haben will. 1 h ruhige Überfahrt und dann beginnt der Baustellenmarathon - die Straße auf bzw. zu den Lofoten wird in mehreren Jahren zu einem Touristenhighway ausgebaut. Für uns bedeutet das ca. 5 km freie Fahrt - 10 min an der Ampel warten, wieder 5 km freie Fahrt, Ampel...usw. Das geht so fast die gesamte Küste entlang bis wir die Brücke zum Festland erreichen. Das ist schon Heimvorteil, denn ab hier ist uns die Straße sehr vertraut.
