Die Nacht habe ich bei 6 Grad mit meiner Bettflasche verbracht, bis mich morgens eine Kuhherde weckt. Es nieselt und die Wolken hängen immer um uns herum. Um 10 Uhr starten wir - vorerst ohne Regenhose - Richtung Sognefjell. Die engen Serpentinen schafft die Lisl meist im zweiten Gang bei nur 1400 U/min! Oben auf dem Fjell sind wir mitten in den Wolken, es nieselt. Bei der Abfahrt gebe ich dann nach und krame die Regensachen heraus - ein bisschen spät, meine Hose ist schon nass.
Neben dem aktuell geschlossenen Skigebiet gibt es einen "Klimapark". Herzstück ist ein in den Gletscher gehauener Eistunnel (schenke ich mir). Von außen sieht man das weiß überdachte Eingangstor und eine große Geröllhalde unter der sich anscheinend ein Gletscher versteckt.
Eine "ordentliche" Himmelsrichtung kann man hier kaum einschlagen, man muss den landschaftlichen Gegebenheiten folgen, was ganz schöne Irrwege erzeugt.
Der Aufstieg zur Dalsnibba führt mitten in die Wolken. Das "beschlagfreie" Visier meines neuen Helms ist sofort beschlagen. Der Nebel ist so dicht, daß wir im Schritttempo der Straßenrandmarkierung durch die dicke Suppe entlang aller Kurven und Serpentinen folgen. Erst der Abstieg Richtung Geiranger lichtet den Nebel etwas. Dafür hängen wir jetzt hinter einem Reisebus, der bei jedem Gegenverkehr und in jeder Serpentine anhalten muss. Der Geiranger gewinnt heute kein Foto - er ist einfach nicht zu sehen. Nach der nächsten Bergkette müssten wir auf eine Fähre, aber eigentlich ist es auch Abend. Entlang des Fjords gibt es eine kleine Sackgasse nach Norddal, eine hübsches kleines Örtchen. Sie haben schöne Plätze entlang des Fjords angelegt, allerdings ist überall zelten verboten. Darum folgen wir einem Bach bis zum Ortsrand, wo es dann doch ein geeignetes Plätzchen gibt.
Und hier die Strecke:








