Dienstag, 18. August 2026

Vom Loft zum Gapahuk

Es ist so kuschelig und warm in der "Garage", d.h. in dem Loft, daß ich gar nicht raus will. Zumal heute sehr wechselhaftes Wetter erwartet wird und es keine trockenen Übernachtungsmöglichkeiten gibt. In etwa 340 km Entfernung gibt es vielleicht eine Schutzhütte - ein Gapahuk. Mal sehen.

Schließlich brechen wir dann doch auf - noch vor 10 Uhr! In der Garage herrschen 11 Grad, draußen ist es wohl kälter, aber immerhin scheint aktuell die Sonne. Die Straße ist naß und holprig, sie wurde wohl schon oft geflickt. Die Schärenküste ist nicht nur vom Boot aus spannend, sondern auch von der Straße. Immer wieder neue, phantastische Ausblicke ergeben sich (wenn es Regen oder Wolken gerade zulassen). Ich liebe diese langen Bergketten mit den runden Gipfeln, die steil abfallenden grauen oder roten Felsen, die weiten Fjorde oder Seen und das kräftige Grün der Wiesen und Wälder!

Kurti gibt sein Bestes und findet immer wieder Alternativen zu den Hauptstraßen, aber wir bewegen uns ja im Großraum Trondheim, da ist es halt einfach ein bisschen geschäftiger. Der Vorteil dabei ist, daß wir die ersten 4 Stunden außer am Fähranleger keine Pausen machen und so ordentlich Kilometer fressen können. Wir umfahren Trondheim weiträumig und benutzen heute 2 Fähren.
Mittagspause ist erst am Nachmittag - da sind es bis zum Gapahuk nur noch gut 80 km. Das schaffen wir! Ein kleiner Feldweg führt hinunter zum schilfigen See - er ist so matschig, daß ich selbst zu Fuß ins Rutschen gerate. Darum darf die Lisl heute alleine im Regen auf halber Strecke stehen bleiben. Ich wate mit dem nötigen Gepäck durch die sumpfige Wiese - vor der niedrigen Schutzhütte gibt es eine Feuerstelle und in der offenen Hütte ist eine Bank. Ich beschließe, daß sie breit genug zum schlafen ist. Wir werden sehen.

Und hier die heutige Strecke: